Die ICF-Zertifizierungsprüfung (ICF Credentialing Exam) ist die offizielle Prüfung, die die International Coaching Federation für ihre drei Zertifizierungsstufen verlangt: Associate Certified Coach (ACC), Professional Certified Coach (PCC) und Master Certified Coach (MCC). Sie prüft, wie fundiert du die ICF-Kernkompetenzen und den ICF-Ethikkodex in der Praxis anwendest. Das Format unterscheidet sich je nach Stufe, und ab dem 10. November 2026 können PCC- und MCC-Kandidaten zwischen der aktuellen Prüfung und der neuen PCC-MCC-Prüfung wählen. Im Folgenden erfährst du alles, was du vor deiner Prüfungsanmeldung wissen musst.
Zusammenfassung
Der Kern der ICF-Zertifizierungsprüfung ist auf allen Stufen derselbe: ein computerbasierter Test, in dem du professionelle ICF-Standards auf realistische Coaching-Situationen anwendest. Was variiert, sind das konkrete Format der Stufen, die geforderten Erfahrungsstunden und – ab dem 10. November 2026 – die Wahlmöglichkeit für PCC- und MCC-Kandidaten zwischen dem aktuellen Format und der neuen PCC-MCC-Prüfung.
Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
- Eine standardisierte Prüfungsserie deckt alle drei Zertifizierungen ab, doch das Format bei ACC unterscheidet sich von PCC/MCC. Ab dem 10. November 2026 haben PCC- und MCC-Kandidaten zudem die Wahl zwischen der bisherigen Prüfung und der neuen PCC-MCC-Prüfung.
- Die aktuelle ACC-Prüfung besteht aus 60 wissensbasierten Multiple-Choice-Fragen in 90 Minuten. Bestehensgrenze: 460 / 600 Punkte.
- Die aktuelle PCC- und MCC-Prüfung umfasst 78 Situational-Judgment-Aufgaben in 180 Minuten. Bestehensgrenze: 460 / 600 Punkte.
- Ab dem 10. November 2026 steht für PCC und MCC zusätzlich die neue PCC-MCC-Prüfung bereit: 80 Aufgaben in 150 Minuten, kombiniert aus Situational Judgment und wissensbasierten Fragen. Bestehensgrenze: 460 / 600 Punkte.
- Die Prüfung wird über Pearson VUE abgewickelt – online mit Remote-Proctoring oder vor Ort im Testzentrum.
- Alle Prüfungsfragen leiten sich direkt aus den offiziellen ICF-Grundlagendokumenten ab.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist die ICF-Zertifizierungsprüfung?
- Wichtige Prüfungsthemen
- Typische Fehler vermeiden
- So bereitest du dich optimal auf die ICF-Prüfung vor
- Bestehensquoten und Testergebnisse verstehen
- Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was ist die ICF-Zertifizierungsprüfung?
Die ICF-Zertifizierungsprüfung ist ein computerbasierter Test, der misst, wie sicher Coaches die ICF-Kernkompetenzen und den ICF-Ethikkodex in realen Coaching-Kontexten umsetzen. Sie wird von der International Coaching Federation entwickelt und über Pearson VUE bereitgestellt – entweder online mit Fernüberwachung (OnVUE) oder persönlich in einem autorisierten Testzentrum. Das Bestehen dieser Prüfung ist der abschließende Meilenstein auf dem Weg zu deinem ICF-Titel, nachdem du die nötigen Ausbildungstunden, Coaching-Praxis und Mentor-Coaching-Stunden absolviert hast.
Zweck der Prüfung
Mit der Prüfung stellt die ICF sicher, dass zertifizierte Coaches die professionellen Standards nicht nur theoretisch kennen, sondern im Coaching-Alltag treffsicher anwenden können. Ausbildungsstunden belegen dein Wissen, Praxistunden deine Erfahrung und Mentor-Coaching deine reflexive Weiterentwicklung. Die Prüfung belegt dein angewandtes Urteilsvermögen. Ein Bestehen signalisiert Klienten, Organisationen und Arbeitgebern, dass deine Praxis fest auf dem weltweiten Qualitäts- und Ethikrahmen der ICF aufbaut.
Zertifizierungsstufen: ACC, PCC, MCC
Die drei Stufen spiegeln die Tiefe deiner Praxis wider, nicht ein grundlegend anderes Rollenverständnis als Coach. Die Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden sich deutlich:
| Zertifizierung | Coaching-spezifische Ausbildung | Coaching-Praxis mit Klienten | Mentor-Coaching |
|---|---|---|---|
| ACC (Associate) | 60+ Stunden | 100+ Stunden (mind. 75 bezahlt, 8 Klienten) | 10 Stunden |
| PCC (Professional) | 125+ Stunden | 500+ Stunden | 10 Stunden |
| MCC (Master) | 200+ Stunden | 2.500+ Stunden | 10 Stunden (plus bestehende PCC) |
Neben der Prüfung ist auf jeder Stufe auch eine Leistungsüberprüfung (Performance Evaluation anhand einer Audioaufnahme) erforderlich. Prüfe vor deiner Bewerbung stets die aktuellen Anforderungen auf den offiziellen ICF-Zertifizierungsseiten.
Prüfungsstruktur und Inhalte
Es handelt sich um eine einheitliche Prüfungsfamilie mit unterschiedlicher Ausgestaltung für ACC und PCC/MCC. Die folgende Übersicht stellt die Formate gegenüber – einschließlich der ab dem 10. November 2026 verfügbaren neuen PCC-MCC-Prüfung:
| Detail | ACC-Prüfung | Aktuelle PCC/MCC-Prüfung | Neue PCC-MCC-Prüfung (ab 10. Nov 2026) |
|---|---|---|---|
| Aufgaben | 60 wissensbasierte MC-Fragen | 78 Situational-Judgment-Aufgaben | 80 Aufgaben (44 SJ + 36 MC) |
| Zeit | 90 Minuten | 180 Minuten | 150 Minuten |
| Abschnitte | 2 × 30 Aufgaben | 2 × 39 Aufgaben | 4 Abschnitte |
| Bestehensgrenze | 460 / 600 Punkte | 460 / 600 Punkte | 460 / 600 Punkte |
| Standard-Versionen | Kernkompetenzen 2019, Ethikkodex 2020 | Kernkompetenzen 2019, Ethikkodex 2020 | Kernkompetenzen 2025, Ethikkodex 2025 |
Die Prüfungen werden nach inhaltlichen Domänen gewertet. Die ACC-Prüfung gliedert sich in drei Domänen: Coaching Ethics (30 %), Definition and Boundaries of Coaching (30 %) und Coaching Competencies, Strategies, and Techniques (40 %). Die aktuelle PCC/MCC-Prüfung sowie die neue PCC-MCC-Prüfung nutzen vier Domänen: Fundament (Foundation), Co-Kreation der Beziehung, Effektive Kommunikation sowie Förderung von Lernen und Wachstum. Dein Ergebnisbericht schlüsselt die Leistung nach Domänen auf – daher ist das Lernen entlang der Kompetenzen der effektivste Vorbereitungsweg.
Prüfungsformat
Alle Versionen sind rein computerbasiert und laufen über Pearson VUE – wahlweise online mit OnVUE-Fernüberwachung oder in einem lokalen Testzentrum. Inhalte und Zeitvorgaben sind in beiden Varianten identisch.
Die ACC-Prüfung ist rein wissensbasiert. Ein Teil der Fragen ist konzeptionell, andere stellen dich vor kurze Coaching-Situationen und fragen nach dem richtigen Vorgehen als Coach. Es handelt sich stets um Multiple-Choice-Fragen mit einer einzigen korrekten Antwort.
Die aktuelle PCC- und MCC-Prüfung setzt auf Situational-Judgment-Aufgaben (Best/Worst Action Scenarios). Jedes Szenario beschreibt eine komplexe Coaching-Situation mit vier Handlungsmöglichkeiten. Statt einer einfachen richtigen Antwort wählst du jeweils die beste und die schlechteste Reaktion aus.
Die neue PCC-MCC-Prüfung (ab 10. November 2026) behält das Situational-Judgment-Format für 44 Aufgaben bei und ergänzt 36 wissensbasierte Multiple-Choice-Aufgaben. Die vier Inhaltsdomänen, der Schwierigkeitsgrad und die Bestehensquote bleiben unverändert. Eine ausführliche Analyse findest du in unserem Beitrag Die neue ICF PCC-MCC-Prüfung 2026: Was sich ändert und welche du wählen solltest.
Wichtige Prüfungsthemen
ICF-Kernkompetenzen
Die Prüfung basiert direkt auf dem Kompetenzmodell der ICF. Für die aktuellen ACC-, PCC- und MCC-Prüfungen sind das die ICF-Kernkompetenzen von 2019. Die neue PCC-MCC-Prüfung (ab 10. November 2026) basiert auf den aktualisierten Kernkompetenzen von 2025. Beide Versionen strukturieren dieselben acht Kernkompetenzen:
- Fundament: Demonstriert ethische Praxis, Verkörpert eine Coaching-Grundhaltung (Coaching-Mindset).
- Co-Kreation der Beziehung: Vereinbart und hält Vereinbarungen ein, Schafft und erhält Vertrauen und Sicherheit, Hält Präsenz aufrecht.
- Effektive Kommunikation: Hört aktiv zu, Ruft Bewusstheit hervor.
- Förderung von Lernen und Wachstum: Erleichtert das Lernen und das Wachstum des Klienten.
Lerne jede Kompetenz auf der Ebene der konkreten Verhaltensindikatoren, nicht nur anhand der Überschriften. Wenn zwei Antwortoptionen gleichermaßen klientenzentriert klingen, entscheidet fast immer ein spezifisches Verhalten, das in den Kompetenzbeschreibungen explizit gefordert oder abgelehnt wird.
ICF-Ethikkodex
Der Kodex definiert die Standards für professionelles Handeln: Vertraulichkeit, Interessenkonflikte, Doppelbeziehungen, Weiterleitung an Psychotherapie sowie die klare Abgrenzung von Coaching zu Beratung oder Therapie. Die Prüfungsfragen verlangen nie das wörtliche Zitieren von Paragrafen. Sie verlangen, dass du erkennst, welcher ethische Standard in einer konkreten Situation greift, und die passende Handlung wählst.
Für die aktuellen Prüfungen gilt der ICF-Ethikkodex 2020, für die neue PCC-MCC-Prüfung die Fassung 2025. Der Kodex 2025 erweitert die Version 2020, ohne sie grundlegend zu verwerfen. Verschaffe dir zunächst einen Überblick mit unserem Leitfaden Was ist neu im ICF-Ethikkodex? und lies anschließend die Insights and Considerations for Ethics mit den Fallstudien der ICF.
Beispielfragen zur ICF-Zertifizierungsprüfung
Hier sind zwei typische Aufgaben aus unseren kostenlosen Übungstests: eine Frage im ACC-Format und ein Best/Worst-Paar im aktuellen PCC/MCC-Format – jeweils mit vollständiger Begründung.
ACC-Beispielfrage. Ein Klient hat zwei mögliche Aktionspläne erarbeitet und fragt den Coach, für welchen er sich entscheiden soll. Was ist die beste Reaktion des Coaches?
- A) Fragen, welchen Plan der Klient am ehesten umsetzen möchte und was sein erster Schritt sein wird.
- B) Ressourcen teilen, die dem Klienten bei der Entscheidungsfindung helfen könnten.
- C) Den Klienten einladen, eine Liste mit Vor- und Nachteilen für jeden Plan zu erstellen.
- D) Fragen, was ihn davon abhält, die Entscheidung zu treffen.
D ist richtig. Diese Antwort entspricht der ICF-Kernkompetenz 7: Ruft Bewusstheit hervor. Kraftvolle Fragen helfen dem Klienten zu erkennen, was sein Denken steuert. Wenn ein Klient den Coach bittet zu entscheiden, blockiert ihn meist ein noch unbenannter Faktor. Die Frage nach dieser Blockade bringt Klarheit, und die Entscheidungshoheit bleibt vollständig beim Klienten.
Warum die anderen Optionen schwächer sind:
- A) Fragen, welchen Plan der Klient umsetzen möchte: Drängt auf Verbindlichkeit, bevor die zugrunde liegende Entscheidungshürde geklärt ist.
- B) Ressourcen teilen: Fügt neue Informationen hinzu, obwohl der Klient bereits zwei fertige Pläne vorliegen hat.
- C) Vor- und Nachteile auflisten: Oberflächlich hilfreich, geht aber nicht auf die emotionale oder kognitive Blockade ein.
PCC/MCC-Beispielszenario. Während des Erstgesprächs besprecht ihr Ziele, Struktur und Erwartungen der potenziellen Coaching-Beziehung. Dein Klient möchte sowohl berufliche als auch persönliche Entwicklungsziele bearbeiten, ist sich aber unsicher, wie Coaching persönliche Ziele unterstützen kann. Was ist die BESTE Handlung? Was ist die SCHLECHTESTE Handlung?
- A) Dem Klienten versichern, dass Coaching berufliche und persönliche Ziele nahtlos integriert, und eine breite, flexible Coaching-Vereinbarung vorschlagen, die im Laufe der Zeit angepasst werden kann.
- B) Den Coaching-Prozess detailliert erklären – einschließlich der Art und Weise, wie beide Zielarten adressiert werden können – und anbieten, eine spezifische Vereinbarung zu entwerfen, die die Struktur der Zusammenarbeit umreißt. (Beste Handlung)
- C) Fragen, ob sich der Klient zuerst auf berufliche Ziele konzentrieren möchte, um persönliche Entwicklungsziele zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzugreifen.
- D) Dem Klienten empfehlen, für persönliche Entwicklungsziele separate Unterstützung zu suchen, und betonen, dass Coaching am effektivsten bei rein beruflichen Zielen ist. (Schlechteste Handlung)
B ist die beste Handlung. Dies stimmt mit der Kernkompetenz 3 überein: Vereinbart und hält Vereinbarungen ein. Die Erklärung des Coaching-Prozesses und der Entwurf einer konkreten Vereinbarung schaffen Transparenz und Klarheit, sodass der Klient eine fundierte Entscheidung treffen kann. Option A ist unzureichend, weil eine vage Vereinbarung nicht die von der Kompetenz geforderte Klarheit bietet.
D ist die schlechteste Handlung. Sie verletzt das Coaching-Mindset, das Offenheit und Neugier für das gesamte Themenspektrum des Klienten verlangt. Die Annahme, dass persönliche Entwicklung nicht in Coaching integriert werden kann, ist bevormundend und schränkt das Wachstum des Klienten ein. Option C ist nicht optimal, da sie den Fokus verfrüht einengt, aber weniger schädlich als D.
Dieses Muster zieht sich durch die gesamte Prüfung: Oft klingen mehrere Optionen plausibel, und der entscheidende Unterschied liegt in einer spezifischen Verhaltensnuance der Kernkompetenzen. Du kannst dieses Erkennen mit unseren kostenlosen ICF-Übungstests trainieren.
Typische Fehler vermeiden
Sich rein auf die eigene Coaching-Erfahrung verlassen. Die ICF erwartet, dass du ihre Coaching-Definition, die ACC- und PCC-Marker, die Kernkompetenzen und den Ethikkodex verinnerlicht hast. Dein persönlicher Coaching-Stil kann in deiner Praxis erfolgreich sein und in der Prüfung dennoch als falsche Antwort gewertet werden.
Nur die Dokumente lesen, ohne das Prüfungsformat zu üben. Reines Lesen reicht selten aus, um die feinen Unterscheidungen der Situational-Judgment-Fragen zu meistern. Besonders in der PCC/MCC-Prüfung erfordern lange Szenarien Konzentration und Ausdauer, die man vorab trainieren muss.
Erst auf den letzten Drücker lernen. Mit einer Bestehensquote von rund 75–83 % fällt etwa jeder fünfte Coach beim Erstversuch durch. Kontinuierliches Üben über mehrere Wochen ist deutlich effektiver als ein Last-Minute-Sprint.
So bereitest du dich optimal auf die ICF-Prüfung vor
Effektive Lerntechniken
Kandidaten, die im ersten Anlauf bestehen, befolgen in der Regel vier bewährte Schritte:
Lies die offiziellen Originaldokumente. Keine Zusammenfassungen, sondern die Primärtexte:
- ICF-Kernkompetenzen 2019 (aktuelle ACC & PCC/MCC-Prüfung) und die ICF-Kernkompetenzen 2025 (neue PCC-MCC-Prüfung)
- ICF-Ethikkodex (2020 bzw. 2025)
- ICF Definition von Coaching
- Insights and Considerations for Ethics inklusive der Fallbeispiele
- Leitfaden zur Weiterleitung an Psychotherapie (Referring a Client to Therapy)
- Die ACC Minimum Skills Requirements (ACC-Marker) und die PCC Minimum Skills Requirements (PCC-Marker)
Lies sie einmal aufmerksam durch und markiere beim zweiten Durchgang gezielt Verhaltensweisen, bei denen du intuitiv anders reagiert hättest.
- Übe mit detaillierten Begründungen. Eine Frage, die nur „C ist richtig“ anzeigt, bringt wenig Lerneffekt. Erst die Begründung, warum C richtig ist und welche spezifische Kompetenz die Alternativen ausschließt, vermittelt das nötige Prüfungsverständnis.
- Simuliere die Prüfung mindestens einmal in voller Länge. Unter realen Zeitbedingungen und in einem Durchgang. Nur so erfährst du, wie du in den letzten 30 Minuten einer mehrstündigen Prüfung unter Zeitdruck entscheidest.
- Analysiere deine Fehler nach Domänen. Da die ICF deine Ergebnisse nach Domänen auswertet, solltest du in deiner Vorbereitung genauso vorgehen: Verlierst du Punkte in einer bestimmten Domäne, vertiefe die zugehörigen Kernkompetenzen gezielt.
Ressourcen zur Prüfungsvorbereitung
Eine Auswahl der wirksamsten Hilfsmittel:
- Die offiziellen ICF-Materialien: Die Credentialing-Seiten der ICF, die aktuellen Kernkompetenzen, der Ethikkodex und die Insights and Considerations. Alles, was in der Prüfung vorkommt, stammt aus diesen Quellen.
- Unsere Leitfäden zu den Kernkompetenzen: Beginne mit der Übersicht zum Kernkompetenzen-Update.
- Unsere kostenlosen ICF-Übungstests: Separate Tests für ACC und PCC/MCC mit vollständigen Erklärungen zu jeder Frage.
- Unsere strukturierten Vorbereitungskurse: Das ICF ACC Mastery Programm für ACC-Kandidaten sowie das ICF PCC/MCC: Prüfungsvorbereitung & Übung für PCC- und MCC-Kandidaten – für die aktuelle Prüfung ebenso wie für die neue PCC-MCC-Prüfung.
- Eine Lerngruppe oder ein Mentor-Coach: Das gemeinsame Diskutieren von Antwortoptionen schärft dein Urteilsvermögen deutlich schneller als das Lernen im Alleingang.
Vertiefung nach Zertifizierungsstufe
Sobald du weißt, welche Prüfung du ablegst, bieten unsere stufenspezifischen Leitfäden vertiefende Einblicke:
- ACC-Kandidaten: Lies Die neue ICF ACC-Prüfung 2026: Alles, was du wissen musst für Anmelde- und Formatdetails und So bestehst du die ICF ACC-Prüfung für einen konkreten Lernplan.
- PCC-Kandidaten (aktuelles Prüfungsformat bis 31. März 2027): Lies So bestehst du die ICF PCC-Prüfung (2026) für das C-CARE-Framework und einen 8-Wochen-Plan.
- PCC- und MCC-Kandidaten (neues Prüfungsformat ab 10. November 2026): Lies Die neue ICF PCC-MCC-Prüfung 2026 für Details zum Übergang und das neue Mischformat.
Bestehensquoten und Testergebnisse verstehen
Aktuelle Bestehensquote der ICF-Prüfung
Die ICF gibt für die aktuelle PCC- und MCC-Prüfung eine Bestehensquote beim Erstversuch von 75 % an (Basis: 9.795 Kandidaten im Jahr 2023). Das ist eine solide Quote, spiegelt aber auch wider, dass Kandidaten bereits mindestens 125 bzw. 500 Stunden Coaching-Praxis mitbringen.
Die Bestehensquote der ACC-Prüfung lag 2025 bei 83 %. Für die ab November 2026 verfügbare neue PCC-MCC-Prüfung hat die ICF bestätigt, dass Schwierigkeit und Bestehensquote konsistent bleiben. In der Praxis bedeutet das: Beide Prüfungen sind anspruchsvoll – etwa 1 von 5 Coaches besteht beim ersten Versuch nicht.
Ergebnisse richtig interpretieren
Ein vorläufiges Testergebnis erhältst du unmittelbar nach Abschluss des Tests am Bildschirm, sodass du direkt weißt, ob du bestanden hast. Die offizielle Bestätigung und der detaillierte Ergebnisbericht folgen innerhalb weniger Werktage.
Der Ergebnisbericht gliedert deine Leistung nach inhaltlichen Domänen auf. Solltest du nicht bestanden haben, siehst du genau, in welchen Bereichen du unter den Erwartungen lagst. So kannst du deine Nachbereitung gezielt auf die schwächeren Kompetenzen ausrichten, statt noch einmal den gesamten Stoff von vorn zu lernen.
Falls du die ACC-Prüfung wiederholen musst, kannst du dies nach 14 Tagen für 105 $ tun (bis zu sechsmal innerhalb von 12 Monaten). Sieh den Ergebnisbericht in jedem Fall als individuellen Lernplan und nicht als Urteil über deine Qualität als Coach.
Teste unsere kostenlosen ICF-Übungstests
Erlebe das Prüfungsformat unter realen Bedingungen: Kostenlose ACC- und PCC/MCC-Übungstests mit fundierten Erklärungen zu jeder Frage.
Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur ICF-Prüfung
Welche Voraussetzungen gelten für die ICF PCC-Zertifizierung, und wie unterscheiden sie sich von ACC und MCC?
Für die ICF PCC-Zertifizierung brauchst du mindestens 125 Stunden coachspezifische Ausbildung, mindestens 500 Stunden Coaching-Erfahrung mit Klienten, 10 Stunden Mentor-Coaching, eine aufgezeichnete Leistungsbewertung und die ICF-Zertifizierungsprüfung. Für ACC brauchst du mindestens 60 Stunden coachspezifische Ausbildung, mindestens 100 Stunden Coaching-Erfahrung mit Klienten (davon mindestens 75 bezahlt, mit mindestens 8 Klienten) und 10 Stunden Mentor-Coaching. Für MCC sind mindestens 200 Stunden coachspezifische Ausbildung, mindestens 2.500 Stunden Coaching-Erfahrung mit Klienten und 10 Stunden Mentor-Coaching erforderlich. Außerdem musst du bereits eine PCC-Zertifizierung besitzen, bevor du die MCC beantragst. Prüfe vor dem Einreichen deines Antrags auf den offiziellen Credentialing-Seiten der ICF die aktuellen Anforderungen an Coachingstunden und Leistungsbewertung für deinen Antragsweg, denn die ICF passt diese Anforderungen regelmäßig an.
Was ist die ICF-Zertifizierungsprüfung?
Die ICF-Zertifizierungsprüfung (ICF Credentialing Exam) ist die offizielle Prüfung der International Coaching Federation für die drei Zertifizierungsstufen ACC, PCC und MCC. Sie misst, wie sicher du die ICF-Kernkompetenzen und den ICF-Ethikkodex anwendest. Die Prüfung wird computergestützt über Pearson VUE durchgeführt – entweder online mit Remote-Proctoring oder vor Ort in einem Testzentrum.
Welche Punktzahl brauche ich, um die ICF-Prüfung zu bestehen?
Du benötigst eine skalierte Punktzahl von mindestens 460 auf einer Skala von 200 bis 600. Diese Bestehensgrenze gilt einheitlich für die ACC-Prüfung, die aktuelle PCC/MCC-Prüfung sowie die neue PCC-MCC-Prüfung. Vom 10. November 2026 bis zum 31. März 2027 können PCC- und MCC-Kandidaten zwischen dem bisherigen und dem neuen Prüfungsformat wählen.
Wie viel kostet die ICF-Zertifizierungsprüfung?
Der erste Prüfungsversuch ist in deiner ICF-Zertifizierungsgebühr enthalten. Für ACC beträgt die Gebühr im Level 1/Level 2-Weg 175 $ für ICF-Mitglieder und 325 $ für Nicht-Mitglieder (Portfolio-Weg: 475 $ bzw. 625 $). Für PCC beträgt der Level 2-Weg 375 $ für Mitglieder und 525 $ für Nicht-Mitglieder (Portfolio-Weg: 750 $ bzw. 900 $). Für MCC betragen beide Wege 675 $ für Mitglieder und 825 $ für Nicht-Mitglieder. Jede Prüfungswiederholung kostet 105 $.
Kann ich die ICF-Zertifizierungsprüfung wiederholen, wenn ich nicht bestehe?
Ja. Gemäß der ICF-Richtlinie zur Prüfungswiederholung musst du nach dem ersten Fehlversuch 14 Tage warten, nach jedem weiteren Versuch 30 Tage. Jede Wiederholung kostet 105 $. Du darfst innerhalb eines 12-Monats-Zeitraums ab dem Erstversuch bis zu sechs Mal antreten. Nutze den detaillierten Ergebnisbericht nach Domänen, um gezielt die Bereiche nachzubereiten, in denen dir Punkte gefehlt haben.
Wie unterscheidet sich die ICF-Prüfung für ACC, PCC und MCC?
Die Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden sich weit stärker als die Tests selbst. ACC-Kandidaten absolvieren eine 90-minütige Prüfung mit 60 wissensbasierten Multiple-Choice-Fragen. PCC- und MCC-Kandidaten legen denselben Test ab: aktuell 78 Situational-Judgment-Szenarien in 180 Minuten. Ab dem 10. November 2026 können PCC/MCC-Kandidaten auch die neue PCC-MCC-Prüfung wählen (80 Aufgaben in 150 Minuten, gemischt aus Situational Judgment und Fachwissen).
Wie hoch ist die Bestehensquote der ICF-Zertifizierungsprüfung?
Die ICF beziffert die Bestehensquote beim ersten Versuch für die aktuelle PCC/MCC-Prüfung auf 75 % (Basis: 9.795 Kandidaten im Jahr 2023). Bei der ACC-Prüfung lag die Quote 2025 bei 83 %. Für die ab dem 10. November 2026 verfügbare neue PCC-MCC-Prüfung bleibt das Anforderungsniveau vergleichbar. Beide Prüfungen sind anspruchsvoll: Etwa jeder fünfte Coach besteht im ersten Anlauf nicht.
Wie bereite ich mich am besten auf die ICF-Prüfung vor?
Für die ACC- und die aktuelle PCC/MCC-Prüfung solltest du die ICF-Kernkompetenzen von 2019 und den ICF-Ethikkodex von 2020 studieren. Für die neue PCC-MCC-Prüfung gelten die Versionen von 2025. Vertiefe dich zudem in die ICF-Coaching-Definition, die Insights and Considerations zur Ethik, den Leitfaden zur Weiterleitung an Psychotherapie sowie die ACC- bzw. PCC-Marker. Übe anschließend mit realistischen Beispielfragen inklusive detaillierter Begründungen unter realen Zeitbedingungen.
Lohnen sich Übungstests für die ICF-Zertifizierungsprüfung?
Ja, absolut. Übungstests trainieren genau die Fähigkeit, auf die es ankommt: die beste Handlungsoption zu identifizieren, wenn zwei Antworten auf den ersten Blick richtig wirken. Zudem bauen sie das notwendige Zeitmanagement und die Ausdauer für die Prüfung auf. Hochwertige Tests erklären die Logik hinter jeder Option und bilden das reale Prüfungsformat exakt ab.
